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Die Kärntner haben stramme Wadeln

Eine Lifestyle-Studie zeigt, wie sportlich die Kärntner sind.

 

 

Evelyn Mulyk, Robert Preis, Jonny Stühlinger

 

 

Die Kärntner sind pessimistischer als Durchschnittsösterreicher, betreiben regelmäßig Sport und sind durchschnittlich oft gestresst. Die aktuelle Lifestyle-Studie des Meinungsforschungsinstituts Fessel-GfK liegt derzeit zwar nur als Rohbericht vor. Dennoch konnte die Kleine Zeitung vorab einen exklusiven Blick in die – was die Freizeitgestaltung angeht – durchaus nicht unsportliche Seele der Österreicher werfen.

 

Bundesweit wurden 4000 Personen über ihren Lebensstil befragt. Dabei gaben 79 Prozent an, regelmäßig oder gelegentlich Sport zu treiben. Die Kärntner tun dies hauptsächlich, „weil es gesund ist“, weiß Angelika Kofler, Sozialforscherin bei Fessel-GfK. Dabei ist in Kärnten – wie auch in Rest-Österreich – das Fahrrad der liebste Freizeitbegleiter. Auch Schwimmen, Schifahren, Wandern und Joggen zählen bei uns zum Massensport.

 

Minderheiten-Programm. Immer wieder kämen zwar Trendsportarten wie derzeit Klettern, Golf und Nordic Walking auf, „im Vergleich zu den echten Massensportarten ist die Teilnehmerzahl allerdings gering. Die Zahl der Leute, die diese Sportarten ausüben, liegt nur zwischen einem und sechs Prozent“, weiß Angelika Kofler. Das war schon immer so: Selbst als Österreichs Tennisprofis international noch ein Wörtchen mitzureden hatten – allen voran Thomas Muster und Horst Skoff –, kam der Tennissport nicht über eine vierprozentige Beteiligung hinaus.

 

„Was bei den Kärntnern aber am ehesten ins Auge sticht: Sie sind ein Volk der guten Vorsätze. Viele wollen in Zukunft öfter Sport treiben und in nächster Zeit gesünder essen“, fasst Angelika Kofler die neuesten Zahlen zusammen. Im Detail: 61 Prozent der Kärntner nehmen sich sportliche Aktivitäten vor und 67 Prozent streben an, in Kürze gesünder zu essen und zu trinken.

 

Das sind zwar nur Vorsätze, „aber es ist auch nicht so, dass die Leute im Land Gefahr laufen, nicht mehr von der Couch runter zu kommen“, so Kofler, „wenn auch das Fernsehen mit 81 Prozent des Österreichers häufigste Freizeitbeschäftigung bleibt.“

 

Das Resümee der Sozialforscherin: „Abgesehen von ein paar geringen Abweichungen liegen die Kärntner im Großen und Ganzen gut im österreichischen Durchschnitt.“

 

Kleine Zeitung, 14.8.2005

 


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