... zu glauben, dass das Österreich Institut erst 10 Jahre alt ist. Einen so festen Platz hat es sich bereits nicht nur in meinem Bewusstsein erobert, so fest ist es auch, dort wo ich sein Wirken beurteilen kann, in der Landschaft ausländischer Sprach-Institute verankert: in der Slowakei und in Tschechien. Durch das geschickte Nutzen von Angebotsnischen und flexibles Eingehen auf die Bedürfnisse der Lernbegierigen (Frühstückskurse, Kinderkurse, Firmenkurse auch weitab vom eigentlichen Sitz des ÖI …) ist es dem Österreich Institut gelungen, sich nicht nur gegen die Konkurrenz von „Großmächten“ wie dem Goethe-Institut zu behaupten, es ist durch eigene Veranstaltungstätigkeit und verlässliche Partnerschaft bei Veranstaltungen des Kulturforums zum Beispiel in Brünn auch zu einer festen Adresse für österreichische Kultur geworden. Zwar besteht kaum Hoffnung, dass der Trend jemals umkehrbar sein wird, dem zu Folge man künftig weltweit auf den Gebieten von Wissenschaft, Wirtschaft, Technik und Politik – oberflächlich - in schlechtem Englisch kommunizieren wird. Dennoch behält das Angebot des Österreich Instituts seine Bedeutung, zum tieferen gegenseitigen Verständnis auch die deutsche Sprache zu lernen und dies nicht als „ulkigen süddeutschen Dialekt“ sondern als jenes österreichische Deutsch, in dem eine stattliche Reihe von Autoren, ohne die die deutschsprachige Literatur wie auch das Programm deutscher Verlage um Vieles ärmer wäre, zumindest seine Manuskripte bei diesen Verlagen abliefert.
Mag. Walter Persché, Direktor des österreichischen Kulturforums