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Estland - wo ist das?

Es gibt ja Personen, die immer noch meinen, Estland wäre ein Teil Russlands: Falsch! Obwohl Estland Teil der Sowjetunion war, ist es ein Land, das seit der Unabhängigkeit 1991 nur noch die Grenze mit Russland teilt. Geografisch gesehen liegt Estland im Norden Europas. Deshalb könnte man denken, dass es hier sehr kalt ist. Das hängt allerdings von der Perspektive ab – es gibt Länder, in denen es noch kälter ist! Auch die dunklen Nächte und die kurzen Tage dauern nicht das ganze Jahr über: Im Sommer kann man wie in den anderen nördlichen Ländern die "weißen Nächte" bewundern – Nächte, in denen es nie so richtig dunkel wird-, man kann Sonnenbäder nehmen und schwimmen gehen.

 

Und ebenso wenig wie der "ewige Winter" stimmt die Annahme, die Esten selbst wären ruhig, verschlossen, phlegmatisch und pessimistisch. Das ist individuell verschieden und hängt – wie überall anders auch – zum Beispiel von der Jahreszeit und dem Wetter ab. Tief in ihrem Inneren sind die Esten warmherzig; wahrscheinlich auch deshalb, weil sie gerne und oft in die Sauna gehen und dort die Wärme in ihren Körper aufnehmen – viele haben sogar ihre eigene Sauna! Diese Esten sind dann besonders warmherzig. Alkohol hingegen spielt zur Erwärmung nur eine geringe Rolle: Den meisten Alkohol trinken in Estland die Touristen.

 

Nun könnte man auch den Eindruck haben, dass Estland mit 1,4 Millionen Einwohnern ein zu kleines Land ist, um große Probleme zu haben: Unserer Meinung nach gibt es sehr wohl Schwierigkeiten, etwa was die Arbeitslosigkeit betrifft oder die Finanzierung der Studiengebühren. Im Ausland denken viele, dass Estland vom EU-Beitritt vor allem profitieren wird; doch weil Estland oft unter Fremdherrschaft war, sind viele Esten doch ein wenig skeptisch, zudem befürchtet man, dass die Preise steigen, die Löhne aber gleich bleiben werden. Was sich mit dem Beitritt nun wirklich verändert, werden wir bald sehen; für uns selbst bedeutet die Europäische Union vor allem auch die Chance, in anderen Ländern studieren und arbeiten zu können.

 

Aveli, Maarja, Oksana, Olga und Zoja, Pädagogische Universität Tallinn



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