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EuropaSiegel
 
 

Europa 2015: Ein Tag in meinem Leben

Eine Schweizer Uhr weckt mich um 6 Uhr auf zum Träumen im Europastaat. Ich esse schnell meine französischen Croissants und gehe duschen. Aus der Dusche fließt Wasser (durch eine direkte Leitung aus Heilquellen aus Stuttgart, Krynica oder Vichy – zur Auswahl). Dann buche ich noch eine Flugzeugverbindung nach Athen, wo ich am Abend eine Vorlesung zum Thema „Euro-Asien – ein neuer Staat“ besuche. Zuerst kommt aber noch meine normale Arbeit. Ich gehe zu Fuß, etwas, das alle Europäer schon verbindet, obwohl es mit dem Auto viel schneller wäre. Wir sind aber so umweltfreundlich. Unterwegs bringe ich die Kinder zum Flughafen, denn sie besuchen den Kindergarten in Berlin. Wir wohnen noch in Krakau, aber haben 2 Ferienhäuser; eines in Spanien und eines in Norwegen. Die Kinder sollen die Schule in England besuchen, aber die Wahl steht ihnen frei. Zum Mittagessen treffen wir uns alle wieder. Diesmal in Venedig – da waren die Kinder noch nicht. Wir werden dort eine kurze Gondelfahrt machen. Die Zeit vergeht viel schneller als früher. Danach fliege ich mit meinem Mann nach Athen und die Kinder gehen zum Italienischunterricht. Am Abend ist ein Familientreffen. Wir sind alle zusammen und machen die Pläne für den nächsten Tag. Vielleicht ein Spaziergang auf der Champs de Elisée? Dann setze ich meine rosa-rote Brille ab und gehe in meinem schwedischen Ikeabett schlafen.

 

Monika, ÖI Kraków

 

 

 

 

Ich stehe bestimmt um 7 Uhr auf, früher geht es bei mir nicht, dann muss ich mich sehr beeilen, um nicht zu spät in die Arbeit zu kommen. Diese Situation, d.h. Morgenstress wird mich wohl nie verlassen. Na ja, vielleicht wenn ich in die Rente gehe. Aber zurück zum Thema, wenn ich fertig bin, dann gehe ich in die Arbeit. Ich hoffe, ich werde ein Auto haben. Jetzt verdienen die Lehrer nicht sehr viel, aber im Jahr 2015 werden sie vielleicht mehr Geld haben. Ich werde in Polen wohnen, weil ich nur hier als Deutschlehrerein arbeiten darf. Ich hoffe, dass die Leute häufiger Deutsch lernen werden als jetzt. Es wird nicht mehr die Sprache der Feinde sein. Die Menschen werden viel öfter nach Deutschland fahren, und deshalb auch Deutsch lernen. Die Straßen in Polen werden viel besser und man wird nicht so viel Zeit in einem Stau verbringen wie heutzutage, also werde ich mich nicht so oft verspäten. Es wird keine Grenzen mehr geben, d.h. wir werden nicht mehr viele Stunden an der Grenz e warten müssen, sondern einfach durchfahren. Die Europäische Union wird eine große Macht sein, es wird viel sicherer. Es wird mir kein Handy mehr geklaut. Viele werden ins Ausland verreisen, um Arbeit zu finden. Es gibt viele Vorteile, man kann aber die Nachteile nicht vergessen. Solche wird es auch geben. Aber darüber will ich jetzt noch nicht nachdenken.

 

B.W., ÖI Kraków

 

 

 

 

Im Jahre 2015 werde ich 55 Jahre alt sein. Ich hoffe eine Arbeit zu haben. Das ist nicht so sicher, weil ich Juristin bin und sehr viele ausländische juristische Kanzleien in Polen arbeiten wollen, aber… Ich träume davon: Ich arbeite bei einer großen internationalen juristischen Firma. Ich kann überall in Europa meine Beratungen machen. Ich kenne das Europäische Recht sehr gut. Aber warum setze ich mir selbst Grenzen? Ich träume davon: Ich arbeite beim Internationalen Gerichtshof und dort sind in dieser Zeit die deutsche, die englische und die französische Sprache gleichwertig. Natürlich spreche ich exzellent Deutsch. Meine Tochter arbeitet als polnische Kommissarin bei der EU. Sie hat zwei Kinder und einen Mann, einen gut aussehenden blonden Finnen. Sie wohnen in Brüssel. In der ganzen Welt gibt es Frieden, weil die Leute die Kriege vergessen haben. Bei meiner Tochter arbeitet eine Gastarbeiterin aus den USA, weil die Europäische Wirtschaft so gut geht. Viel besser als in den USA. Ich habe ein hübsches Haus auf dem Land, aber in der Nähe von Krakau.

 

ÖI Kraków

 

 

 

 

Heute bin ich ganz früh aufgestanden. Mein Laptop hat mich um 6 Uhr geweckt. Ich bin noch müde, weil ich gestern aus Dänemark gekommen bin. Von Kopenhagen nach Krakau in 11 Stunden. Ohne Warten an den Grenzübergängen. Nur eine dreispurige Autobahn. Heute habe ich keine gute Laune wegen eines Traumes. Am Abend habe ich Nachrichten über einen Autounfall gehört. Ein Russe hat 5 Leute in Helsinki erschossen. Er hat einen deutschen Pass gehabt, deshalb wurde er nicht kontrolliert. Ich muss heute einkaufen gehen. Dann kaufe ich wieder holländische Gurken und Fleisch aus England. Hoffentlich ohne Kreutzfeld-Jacob-Krankheit. Nie kann man Fleisch aus Polen kaufen. Alles ist nach Portugal und Italien ausverkauft. Ich schalte meinen Fernseher ein. Ich sehe den neuen Vorsitzenden des Europäischen Parlaments – Andrej Lapper. Er schlug vor, die Benzinsteuer um 50% zu erhöhen. Gott sei Dank – reisen mit dem Zug ist noch teurer…

 

ÖI Kraków

 

 

 

 

Ich träume davon, dass ich im Jahr 2015 bei einer großen internationalen Firma als Rechtsberaterin arbeiten kann. Ich möchte gerne in Krakau bleiben und hier eine Chance haben, bei der Niederlassung dieser Firma zu arbeiten. Ich hoffe, dass Krakau attraktiv für die Investoren aus aller Welt wird und sich gut entwickeln kann, um eine europäische Stadt zu werden. Ich hoffe, dass Leute aus aller Welt in dieser Firma arbeiten. Vor allem möchte ich sehen, dass die Atmosphäre in Krakau sich nicht ändern wird. Ich möchte hier Studenten aus ganz Europa sehen (nicht nur Studenten aus Norwegen, die hier Medizin studieren, weil das billiger ist) und ich hoffe, dass es möglich ist, dass die Jagiellonen Universität eine Konkurrenz für die Sorbonne oder Oxford sein kann. Ich hoffe auch, dass Polen mit anderen europäischen Staaten gleichzieht. Die Europäische Wirtschaft soll mehr Konkurrenz sein, mit weniger Bürokratie und mehreren Chancen für kleine Geschäfte.

 

ÖI Kraków

 

 

 

 

Im Jahr 2015 zeigt sich die große Entwicklung der EU-Länder. In jedem europäischen Land gibt es europäische Schulen, wo die Menschen aus aller Welt zusammen lernen können. Die jungen Leute haben Bildungsmöglichkeiten in internationalen Schulen. Jede Kultur ist durch die Zusammenarbeit mit anderen Ländern reich geworden. Der Lebensstandard ist hoch. Es sind viele große Geschäfte und Straßen entstanden. Auf diesen Straßen funktioniert der Verkehr gut (d.h. es gibt breitere Wege). Das Fehlen von Grenzen in der EU schafft eine breitere Zusammenarbeit, größere Integration und Toleranz. Es gibt keine Kriminalität. Alle fühlen sich dadurch sicher.

 

ÖI Kraków

 


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