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Schlabber-Shirt bei zu viel nackter Haut

Zu sexy gekleidete Mädchen rauben den Mitschülern die Konzentration, befand ein bayerischer Direktor.

 

"Darf man so in die Schule?" Es waren Schüler der Leonhard-Wagner-Realschule in Schwabmünchen bei Augsburg (Bayern), die ob bauchfreier T-Shirts und tiefe Einblicke gewährender Hosen diese Frage stellten. Direktor Hans Lippert nahm sich des Problems an: Künftig bekommen allzu aufreizend angezogene Mädchen einfach ein bis zu den Knien reichendes rosa T-Shirt mit dem Aufdruck "Leonhard-Wagner-Realschule" übergezogen. Seine pädagogische Maßnahme begründete Lippert damit, dass bei den Buben "die Konzentration gegen Null geht, wenn da ein halbnacktes Mädchen vor einem sitzt".

Das Schlabber-T-Shirt muss, wenn es einmal zum Einsatz gekommen ist, am nächsten Tag gewaschen zurückgebracht werden. Einer derartigen Demütigung wollen sich die 500 Schülerinnen nicht aussetzen: Erst einmal kam das Straf-Hemd zum Einsatz.

"Also der Bauch sollte schon bedeckt sein. Und es geht auch nicht, dass der Hintern halb raushängt und der Tanga aus der Hose schaut", definiert Schulleiter Lippert die Grenzen des Zumutbaren. Bei den Eltern komme die Maßnahme hervorragend an, sie seien "fast ausnahmslos" dafür.

Erst vorigen Sommer hatte es eine ähnliche Maßnahme in einer Gesamtschule in Hannover gegeben: Dort wurden Schülerinnen, die bauchfrei oder im Minirock zum Unterricht erschienen, kurzerhand zum Umziehen nach Hause geschickt.

 

Salzburger Nachrichten, 17.3.2004

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