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Die Symbole der Österreicher

Die Schneekanone, eine urösterreichische Errungenschaft, zählt ebenfalls zu den nationalen Symbolen.

Neujahrskonzert und Wiener Schnitzel als Nationalsymbole

 

Können Wiener Schnitzel und Melange mit der englischen Tasse Tee mithalten? Das Heißgetränk ist in England gerade zur nationalen Ikone erhoben worden – eine Wahl, die für viel Wirbel gesorgt hat. ORF.at hat die User zur Wahl der heimischen Symbole gebeten.

Die Top Drei. Das Ergebnis: Das Neujahrskonzert ist eine österreichische Ikone – knapp gefolgt vom Schnitzel, dem Kaffeehaus und Thomas Bernhards „Heldenplatz“.

Auf der Suche nach der Identität. In England sorgt seit kurzem eine offizielle Liste der Nationalsymbole für Wirbel. Unter anderem wurden eine Tasse Tee, Stonehenge, Lewis Carrolls Kinderbuch „Alice im Wunderland“ und Londons rote Doppeldeckerbusse mit dem Titel „englische Ikone“ geadelt.

Sinn des Projekts: Die Regierung wünscht sich eine stärkere Wertschätzung des englischen Kulturerbes. Auf der offiziellen Website können die Engländer weitere Ikonen wählen, und auch etliche Medien lassen ihre Seher, Leser und User abstimmen.

Alles Walzer. Doch wie würde so eine Liste wohl in Österreich aussehen? ORF.at hat seine User befragt – und das Ergebnis ist eindeutig. Elf Tage nach der diesjährigen Ausgabe landete das zur Institution gewordene Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker mit 13,2 Prozent der Stimmen auf Platz eins der Liste.

Schnitzel überholt „Heldenplatz“. Gut ausgesehen hatte es zu Beginn des Votings auch für den „Heldenplatz“. Stundenlang führte das Österreich kritische Thomas-Bernhard-Stück das Voting der Österreich-Symbole an. Aber das Essen und das Trinken ist uns doch wichtiger als die Kunst. „Heldenplatz“ wurde im Endspurt überholt – vom Kaffeehaus und dem Wiener Schnitzel.

Ostarrichi-Dokument punktet. Auch bemerkenswert: Während 10,4 Prozent der User die Ostarrichi-Urkunde, das Dokument mit der ersten bekannten Namensnennung Österreichs im Jahr 996, gern als nationale Ikone sehen würden, stimmten nur rund zwei Prozent für den Staatsvertrag. Urösterreichische Errungenschaften wie die Schneekanone, die erstmals in Kapfenberg eingesetzt wurde, und die Sozialpartnerschaft blieben ebenfalls unter zwei Prozent.

Was fehlt. Im Forum hat die Suche nach den Symbolen jedenfalls heiße Debatten über die österreichische Identität ausgelöst. „Raunzen gehört da ganz oben in die Liste“, meinte User „gege77“, „mihish1“ hielt „den Blick voller Zuversicht in die Vergangenheit“ für etwas typisch Österreichisches.

 

Orf.at, 11.1.2006

 

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