Österreich Institut Österreich Institut Österreich Institut
Österreich Institut
Unterrichtsmaterialien bestellen KontaktJobs
---
Österreich Institut
|
.
<
<
<
.
EuropaSiegel
 
 

Übungen

 


Nach oben

"Ich bin viel offener"

 

Erasmus

 

Christoph Jamy-Stowasser hat viele Freunde in ganz Europa: In Deutschland, Schottland, England, Belgien, Spanien. Der Wirtschaftsstudent kennt sie alle aus Frankreich: In der westfranzösischen Stadt Angers studierte er mit ihnen im Jahr 2007 ein Semester lang an der renommierten Wirtschaftsuniversität ESSCA. Dort verband sie eines: Sie waren alle auf "Erasmus". Das Austauschprogramm, das den Namen des Rotterdamer Gelehrten trägt, fungiert bereits seit 22 Jahren als Drehscheibe für Studierende aus Europa. Österreich ist seit 1992 dabei und entsandte seitdem über 45.000 Studenten an europäische Partner-Unis. Allein 2007/’08 waren das an die 4.700, etwa 3.800 kamen zu uns. Kulturen kennen lernen

Die Entscheidung, die Hörsäle der Wiener Wirtschaftsuni für ein halbes Jahr gegen französischen Eliten-Unterricht zu tauschen, fiel dem 24-jährigen Christoph Jamy-Stowasser leicht, "auch wenn ich mich in den Tagen vor der Abfahrt fragte, wie das wohl werden würde". Denn ein "Erasmus"-Semester bedeute nicht nur Party, sagt Jamy-Stowasser: "Du stehst vor der Herausforderung, dein Leben von null an aufzubauen."
Doch durch die gemeinsamen Erfahrungen habe er sich selbst relativiert: "Ich weiß jetzt, dass viele Dinge anders funktionieren können, und dass es nicht selbstverständlich ist, wie wir sie bei uns machen. Ich nehme Österreich heute anders wahr", erzählt er. "Ich bin viel offener."

In Angers hat sich Christoph Stowasser in eine Französin verliebt, mit der er heute noch zusammen ist. Nach seiner Rückkehr nach Wien bewarb er sich deshalb für ein Praktikum in Paris, um dort den Sommer 2008 mit seiner Freundin zu verbringen. Auch dafür gab es einen EU-Zuschuss: Die Europäische Union fördert Studierende, die einen Praktikumsplatz in einem EU-Land suchen, oder bereits gefunden haben, wie beim Erasmus-Studium mit Zuschüssen. Das Programm heißt daher "Erasmus-Praktikum".
"Viele wissen nicht, dass man die Förderung ein zweites Mal in Anspruch nehmen kann", sagt Jamy-Stowasser, der so drei Monate lang bei der Beraterfirma Vinci Europe im Controlling tätig war. "Mit jeder Auslandserfahrung und jeder Sprache punktet man beim Arbeitgeber. Es entstehen beruflich auch neue Möglichkeiten", weiß der Student, dem Vinci Europe gleich ein Jobangebot machte. Erasmus: Zwei Millionen Studenten in 22 Jahren

Seit der Gründung des Austauschprogrammes "Erasmus" 1987 nahmen rund zwei Millionen europäische Studenten daran teil, davon 45.000 aus Österreich (seit 1992Die österreichischen Erasmus-Stipendiaten fahren am liebsten nach Spanien, Frankreich, Italien, Großbritannien und Schweden.


__________________________________________________________________________
So funktioniert es: Berechtigt sind Österreicher oder andere EU-Bürger jeden Alters. Man muss seit mindestens drei Semestern studieren. Zielländer sind die EU-27 sowie Liechtenstein, Island, Norwegen, Schweiz, Türkei und Kroatien. Die Bewerbung läuft über die Institute der einzelnen Unis, diese definieren die Kriterien für die Nominierung. Das Stipendium beträgt je nach Land von 226 bis 330 Euro monatlich, die Studiengebühr entfällt. Bleiben kann man drei bis zwölf Monate.

www.erasmus.at

 

 

 

Kurier, 09.03.2009

 



Drucken

Newsletter abonnieren

 

Seite weiterempfehlen

Druckversion

Newsletter abonnieren

Bookmark and Share

Seite weiterempfehlen




© Österreich Institut A-1090 Wien, Alser Straße 26/2b
+43-1-3194858 mail:oei@oei.org - created with TYPO3